Hyperhidrose bezeichnet im Allgemeinen ein übermäßig starkes, krankhaftes Schwitzen. Es kann sich dabei entweder um lokale Beschwerden handeln, die lediglich Achselhöhlen, Füße, Handflächen oder das Gesicht betreffen, oder um eine generalisierte Störung, die sämtliche mit Schweißdrüsen ausgestatteten Körperregionen umfasst. Übermäßiges Schwitzen wird im Normalfall durch hohe Umgebungstemperaturen, körperliche Anstrengung oder Angst verursacht. Bei einigen Patienten ist eine Erkrankung wie etwa eine Infektion, Thyreotoxikose (= toxische Krise aufgrund einer Schilddrüsenüberfunktion), Hypoglykämie (= Absinken des Blutzuckers) oder eine Störung des Nervensystems der Grund für ihre Hyperhidrose, meist jedoch wird von den behandelnden Ärzten dafür eine idiopathische Störung diagnostiziert (d. h. die eigentliche Ursache ist nicht genau bekannt beziehungsweise sie kann nicht exakt festgestellt werden). Gewöhnlich beginnt eine Hyperhidrose in der Pubertät und klingt zwischen dem 25. bis 30. Lebensjahr ab. Betroffene sollten besonderen Wert auf körperliche Hygiene legen. Kleidung und Schuhe aus natürlichen Materialien (wie Baumwolle und Leder) sind eher zu empfehlen als Kunstfasern, die eine geringere Saugfähigkeit haben. Die regelmäßige Anwendung eines Deodorants kann vor allem gegen Achselschweiß hilfreich sein und überdeckt erfolgreich den sonst so unangenehm scharfen Körpergeruch. Vom Arzt können eventuell auch hochwirksame Präparate aus Aluminiumchlorid oder Aluminiumhydroxychlorid verschrieben werden und manche Betroffene sprechen ebenfalls positiv auf eine Behandlung mit Anticholinergika (= Arzneimittel, welche die Wirkungen des Acetylcholin blockieren) an. Darüberhinaus hat sich in den letzten Jahren immer mehr die Schweißdrüsenabsaugung (= Subkutane Schweißdrüsensaugkürettage) als Therapie einer Hyperhidrose bewährt. Jeder Mensch hat etwa drei Millionen dieser winzigen Drüsen, die tief in der Haut sitzen und in einer Art gewundenem Schlauch Schweiß produzieren, der anschließend in einem engen Kanal zur Hautoberfläche transportiert wird. Während eines kleinen operativen Eingriffs werden nun unter lokaler Betäubung die Schweißdrüsen (etwa unter den beiden Achseln) abgesaugt und können folglich keinen Schweiß mehr bilden. Die Erfolgsquote dieses Eingriffes ist zwar sehr hoch (75 - 85%), aber leider erreichen einige Nervenenden die verbliebenen Schweißdrüsen mit der Zeit erneut - das übermäßig starke Schwitzen würde wieder beginnen - und so muss die Schweißdrüsenabsaugung in der Regel nach einigen Jahren erneut durchgeführt werden.

www.conservativesforkerry.com > Web > BeautyInfos > Hyperhidrose